Durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist die Einschränkung der ASV in der Onkologie auf schwere Verläufe künftig entfallen. Somit gelten folgende Kriterien für die Behandlung eines Patienten in der ASV:

Die Konkretisierung umfasst die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle, wenn diese auf Grund der Ausprägung der Tumorerkrankung einer multimodalen Therapie oder Kombinationschemotherapie benötigen. Das bedeutet, es ist entweder als Primärtherapie oder als adjuvante oder neoadjuvante Therapie eine systemische Therapie und/oder eine Strahlentherapie indiziert, die einer interdisziplinären oder komplexen Versorgung oder einer besonderen Expertise oder Ausstattung bedarf. Zur Gruppe der Patientinnen und Patienten mit gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle im Sinne der Richtlinie zählen Patientinnen und Patienten mit folgenden Erkrankungen:

  • C15.- Ösophagus
  • C16.- Magen
  • C17.- Dünndarm
  • C18.- Kolon
  • C19.- Rektosigmoid, Übergang
  • C20.- Rektum
  • C21.- Anus und Analkanal
  • C22.- Leber und intrahepatische Gallengänge
  • C23, C24.- Gallenblase und -wege
  • C25.- Pankreas
  • C26.0 Intestinaltrakt, Teil nicht näher bezeichnet
  • C26.1 Milz
  • C26.8 Verdauungssystem, mehrere überlappend
  • C45.1 Mesotheliom, Mesotheliom des Peritoneums
  • C47.4/5/8 Periphere Nerven des Abdomens bzw. Beckens bzw. mehrere überlappend
  • C48.1/2/8 Teile des Peritoneums oder überlappend
  • C49.4/5/8 Bindegewebe und and. Weichteilgewebe des Abdomens bzw. Beckens bzw. überlappend
  • C73 Schilddrüse
  • C74.- Nebenniere
  • C75.0/8 Nebenschilddrüse bzw. mehrere endokrine Drüsen
  • C76.2 Abdomen
  • C76.3 Becken
  • C76.8 Sonstige und ungenau bezeichnete Lokalisationen, mehrere Teilbereiche überlappend
  • C80.0 Bösartige Neubildung, primäre Lokalisation unbekannt

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