Durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist die Einschränkung der ASV in der Onkologie auf schwere Verläufe entfallen.

Die Konkretisierung umfasst die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit gynäkologischen Tumoren, wenn diese auf Grund der Ausprägung der Tumorerkrankung einer multimodalen Therapie oder Kombinationschemotherapie benötigen. Das bedeutet, es ist entweder als Primärtherapie oder als adjuvante oder neoadjuvante Therapie eine systemische Therapie ausgenommen eine endokrine Therapie und/oder eine Strahlentherapie indiziert, die einer interdisziplinären oder komplexen Versorgung oder einer besonderen Expertise oder Ausstattung bedarf. Zur Gruppe der Patientinnen und Patienten mit gynäkologischen Tumoren im Sinne der Richtlinie zählen Patientinnen und Patienten mit folgenden Erkrankungen:

Mammakarzinom:

  • C50.0 – C50.9 Mamma

Sonstige gynäkologische Tumoren:

  • C47.5 Periphere Nerven des Beckens
  • C47.8 Periphere Nerven und autonomes Nervensystem, mehrere Teilbereiche überlappend
  • C49.5 Bindegewebe und andere Weichteilgewebe des Beckens
  • C49.8 Bindegewebe und andere Weichteilgewebe, mehrere Teilbereiche überlappend
  • C51.0 – C51.9 Vulva
  • C53.0 – C53.9 Zervix
  • C54.0 – C54.9 Corpus uteri
  • C55 Uterus
  • C52 Vagina
  • C56 Ovar
  • C57.0 Tuba uterina [Fallopio]
  • C57.1 Lig. latum uteri
  • C57.2 Lig. teres uteri
  • C57.3 Parametrium
  • C57.4 Uterine Adnexe, nicht näher bezeichnet
  • C57.7 Sonstige näher bezeichnete weibliche Genitalorgane
  • C57.8 Weibliche Genitalorgane, mehrere Teilbereiche überlappend
  • C58 Plazenta
  • C76.3 ungenau bezeichnete Lokalisation: Becken
  • C76.8 Sonstige und ungenau bezeichnete Lokalisation, mehrere Teilbereiche überlappend
  • C80.0 Bösartige Neubildung, primäre Lokalisation unbekannt, so bezeichnet

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