Durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz ist die Einschränkung der ASV in der Onkologie auf schwere Verläufe künftig entfallen. Somit gelten folgende Kriterien für die Behandlung eines Patienten in der ASV:

Die Konkretisierung umfasst die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten ab dem vollendeten 18. Lebensjahr mit urologischen Tumoren, wewenn diese auf Grund der Ausprägung der Tumorerkrankung einer multimodalen Therapie oder Kombinationschemotherapie benötigen. Das bedeutet, es ist entweder als Primärtherapie oder als adjuvante oder neoadjuvante Therapie eine systemische Therapie, ausgenommen eine endokrine Therapie, und/oder eine Strahlentherapie indiziert, die einer interdisziplinären oder komplexen Versorgung oder einer
besonderen Expertise oder Ausstattung bedarf.. Zur Gruppe der Patientinnen und Patienten mit urologischen Tumoren  im Sinne der Richtlinie zählen Patientinnen und Patienten mit folgenden Erkrankungen:

  • C47.5 Bösartige Neubildung: Periphere Nerven des Beckens
  • C47.8 Bösartige Neubildung: Periphere Nerven und autonomes Nervensystem, mehrere Teilbereiche überlappend
  • C48.0 Bösartige Neubildung: Retroperitoneum
  • C49.5 Bösartige Neubildung: Bindegewebe und andere Weichteilgewebe des Beckens
  • C60.- Bösartige Neubildung des Penis
  • C61 Bösartige Neubildung der Prostata
  • C62.- Bösartige Neubildung des Hodens
  • C63.- Bösartige Neubildung sonstiger und nicht näher bezeichneter männlicher Genitalorgane
  • C64 Bösartige Neubildung der Niere, ausgenommen Nierenbecken
  • C65 Bösartige Neubildung des Nierenbeckens
  • C66 Bösartige Neubildung des Ureters
  • C67.- Bösartige Neubildung der Harnblase
  • C68.- Bösartige Neubildung sonstiger und nicht näher bezeichneter Harnorgane
  • C76.3 Bösartige Neubildung ungenau bezeichneter Lokalisationen: Becken
  • C76.8 Bösartige Neubildung: Sonstige und ungenau bezeichnete Lokalisationen, mehrere Teilbereiche überlappend
  • C80.- Bösartige Neubildung ohne Angabe der Lokalisation

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